Über 75-Jährige leben auf der Straße sehr gefährlich
12.09.2012Laut einer Studie der Allianz Versicherung gehören über 75-Jährige zu jener Gruppemit den häufigsten Todesfällen im Straßenverkehr.
Mit modernen Sicherheitseinrichtungen können schwere Unfälle vermieden werden. Die vom Allianz Zentrum für Technik durchgeführte Studie hat ergeben, dass Senioren biszum 75. Lebensjahr kaum mehr gefährdet sind als jüngere Verkehrsteilnehmer.
Kleinerekörperliche Beeinträchtigungen und die verminderte Reaktionsfähigkeit werden bis zu dieserAltersgrenze durch Erfahrung und besondere Vorsicht noch relativ gut ausgeglichen. Beiälteren Senioren über dem 75. Lebensjahr steigt die Unfallhäufigkeit jedoch sprunghaft an.Ältere Senioren sind nicht nur als Autolenker einem höheren Risiko ausgesetzt sondern auchals Fußgeher und Radfahrer. Zwei Drittel aller Verkehrstoten unter den älteren Senioren sindnicht Verursacher sondern Opfer, bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern ist das Verhältnisgenau umgekehrt.Aus der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2011 geht hervor, dass in der Altersgruppe derüber 75-Jährigen dreimal so viele Todesfälle zu beklagen waren als in der Altersgruppe der 65 bis 69-Jährigen und fast doppelt so viele wie in der Altersgruppe der 70 bis 74-Jährigen.
Auf Grund der immer höher werdenden Verkehrsdichte und den damit verbundenenHerausforderungen für die Verkehrsteilnehmer wird es vor allem für Senioren immerwichtiger, dass Autos mit modernen Fahrer-Assistenz-Systemen ausgestattet werden. Vonder Allianz wurden derzeit noch in der Entwicklung befindliche Assistenz-Systeme wiebeispielsweise das der so genannten "Aktiven Gefahrenbremsung" untersucht. Die Studiekommt zum Ergebnis, dass mit derartigen Sicherheitseinrichtungen rund die Hälfte derUnfälle mit Personenschäden vermieden werden könnte.
Beim Kauf von neuen Autos sollte daher auf die Ausstattung von modernen Sicherheits-einrichtungen erhöhtes Augenmerk gerichtet werden. Auf die Wichtigkeit vonkonventionellen Sicherheitseinrichtungen, wie Bremsen, gute Bereifung, Sicherheitsgurte,Airbags, ABS etc. wurde in der Studie zwar nicht eingegangen, es ist kann aber darausgeschlossen werden, dass eine einwandfreie Funktion dieser Einrichtungen für dieVerkehrssicherheit von Senioren ebenfalls von großer Bedeutung ist.
